Diese Methode ist bei vielen Züchtern aufgrund ihrer hohen Erfolgsquote und der einfachen Handhabung beliebt.

Anleitung:

  1. Materialien vorbereiten: Sie benötigen zwei saubere Teller, unbedruckte und fusselfreie Papiertücher (z. B. Küchenrolle) und eine Sprühflasche mit Wasser.
  2. Befeuchten: Befeuchten Sie zwei bis vier Lagen Papiertuch mit Wasser. Es sollte gut feucht, aber nicht tropfnass sein.
  3. Samen platzieren: Legen Sie die Cannabissamen mit ausreichend Abstand zueinander auf das feuchte Papiertuch.
  4. Abdecken: Decken Sie die Samen mit einer weiteren feuchten Lage Papiertuch ab.
  5. Dunkelheit und Wärme: Legen Sie die Tücher auf einen Teller und stülpen Sie den zweiten Teller darüber, um eine dunkle und feuchte Kammer zu schaffen. Lagern Sie die Teller an einem warmen Ort mit einer konstanten Temperatur zwischen 21°C und 27°C.
  6. Kontrolle und Geduld: Überprüfen Sie täglich, ob die Papiertücher noch feucht sind, und besprühen Sie sie bei Bedarf leicht mit Wasser. Nach 24 bis 72 Stunden sollten die ersten Samen aufplatzen und eine kleine weiße Wurzelspitze (die Pfahlwurzel) zeigen.
  7. Einpflanzen: Sobald die Wurzel wenige Millimeter bis einen Zentimeter lang ist, können die Keimlinge vorsichtig mit einer Pinzette in Anzuchterde oder ein anderes Anzuchtmedium umgesetzt werden. Die Wurzel sollte dabei nach unten zeigen und der Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief in der Erde liegen.

Diese Methode eignet sich gut, um die Keimfähigkeit älterer Samen zu testen und den Prozess zu beschleunigen.

Anleitung:

  1. Vorbereitung: Füllen Sie ein sauberes Glas mit lauwarmem Wasser (ca. 20-25°C).
  2. Einweichen: Geben Sie die Cannabissamen direkt ins Wasser. Lebensfähige Samen sinken in der Regel nach einigen Stunden auf den Boden des Glases.
  3. Warten: Lassen Sie die Samen für 24 bis maximal 48 Stunden im Wasser. Ein längerer Zeitraum kann zu Sauerstoffmangel und dem Absterben der Samen führen.
  4. Einpflanzen: Sobald eine kleine Wurzelspitze sichtbar wird, können die Samen vorsichtig entnommen und wie bei der Papiertuch-Methode eingepflanzt werden. Zeigt sich nach 48 Stunden noch keine Wurzel, können die Samen vorsichtig in die feuchte Papiertuch-Methode überführt werden.

Diese Methode ist die natürlichste, da der Keimling von Anfang an in seiner späteren Umgebung wächst und der Stress des Umpflanzens entfällt.

Anleitung:

  1. Erde vorbereiten: Füllen Sie kleine Anzuchttöpfe mit hochwertiger, leicht vorgedüngter Anzuchterde und befeuchten Sie diese gut.
  2. Loch stechen: Machen Sie mit einem Stift oder Ihrem Finger ein kleines Loch von etwa 1 bis 1,5 cm Tiefe in die Mitte der Erde.
  3. Samen einsetzen: Legen Sie einen Samen in das Loch.
  4. Bedecken: Bedecken Sie den Samen locker mit Erde und drücken Sie diese leicht an.
  5. Feuchtigkeit und Wärme: Halten Sie die Erde konstant feucht, aber nicht nass. Eine Sprühflasche eignet sich hierfür gut. Stellen Sie die Töpfe an einen warmen Ort.
  6. Keimung abwarten: Innerhalb von 4 bis 10 Tagen sollte der Keimling die Erdoberfläche durchbrechen.

Torfquelltöpfe sind kleine, gepresste Scheiben aus Torf oder Kokosfasern, die bei Wasserkontakt aufquellen und ein ideales Anzuchtmedium darstellen.

Anleitung:

  1. Aufquellen lassen: Legen Sie die Torfquelltöpfe in eine Schale mit lauwarmem Wasser. Innerhalb weniger Minuten quellen sie zu ihrer vollen Größe auf.
  2. Überschüssiges Wasser ausdrücken: Drücken Sie die aufgequollenen Töpfe leicht aus, um Staunässe zu vermeiden.
  3. Samen einsetzen: In der Mitte der Oberseite befindet sich oft bereits eine kleine Vertiefung, in die der Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief platziert wird.
  4. Bedingungen schaffen: Stellen Sie die Jiffys in ein kleines Gewächshaus oder decken Sie sie mit einer transparenten Haube ab, um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten. Ein warmer Standort ist auch hier entscheidend.
  5. Einpflanzen: Sobald die Wurzeln an den Seiten des Torfquelltopfes sichtbar werden, kann der gesamte Topf direkt in einen größeren Behälter mit Erde umgepflanzt werden.

Unabhängig von der gewählten Methode gibt es einige grundlegende Faktoren, die für eine erfolgreiche Keimung von entscheidender Bedeutung sind:

  • Temperatur: Eine konstante Temperatur zwischen 21°C und 27°C ist ideal. Zu kalte Temperaturen verlangsamen den Prozess, während zu hohe Temperaturen die Samen schädigen können.
  • Feuchtigkeit: Die Umgebung der Samen muss konstant feucht, aber niemals nass sein. Staunässe führt zu Fäulnis.
  • Dunkelheit: Cannabissamen sind Dunkelkeimer. Sie benötigen Dunkelheit, um den Keimprozess zu starten.
  • Hygiene: Arbeiten Sie stets mit sauberen Händen und Materialien, um die empfindlichen Samen und Keimlinge vor Bakterien und Pilzen zu schützen.
  • Vorsichtiger Umgang: Die frisch geschlüpfte Pfahlwurzel ist extrem empfindlich. Berühren Sie sie so wenig wie möglich und gehen Sie beim Einpflanzen äußerst behutsam vor.
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